Implantatnachsorge in Essen
Periimplantitis bezeichnet eine entzündliche Erkrankung des Gewebes um ein Implantat, die mit einem fortschreitenden Verlust des stützenden Knochens verbunden ist. Eine Entzündung der Weichgewebe ohne diesen Knochenverlust wird davon als periimplantäre Mukositis unterschieden. Veränderungen sollten zahnärztlich untersucht werden, damit Ausmaß und weitere Schritte eingeordnet werden können.
01
Anzeichen zeitnah abklären
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Risikofaktoren mitbetrachten
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Nachsorge individuell planen
Mögliche Anzeichen am Implantat
Rötungen am Zahnfleischrand, Beschwerden im Implantatbereich, Schmerzen oder Empfindlichkeit bei Berührung können Hinweise auf eine Entzündung sein. Solche Veränderungen haben unterschiedliche mögliche Ursachen und lassen sich nicht allein anhand einzelner Symptome sicher beurteilen.
Bei neuen oder zunehmenden Beschwerden ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll.
Nachsorge und persönliche Faktoren
Beläge im schwer zugänglichen Bereich unterhalb des Zahnfleischrands können Entzündungen begünstigen. Bei der Beurteilung werden außerdem Faktoren wie Rauchen, Diabetes, Osteoporose, eine bestehende Parodontitis, bestimmte Medikamente und der bisherige Heilungsverlauf berücksichtigt.
Regelmäßige Kontrollen und eine auf die Implantatversorgung abgestimmte Mundhygiene sind deshalb wichtige Bestandteile der Nachsorge. Weitere Informationen finden Sie unter Prävention und Prophylaxe.
aMMP-8-Tests ergänzen die Untersuchung
Bei diadentis setzen wir aMMP-8-Tests ergänzend in der Diagnostik ein. aMMP-8 ist ein Biomarker, der Hinweise auf Kollagenabbau im Gewebe geben kann. Den Messwert betrachten wir zusammen mit dem Zustand von Zahnfleisch und Implantat, dem bisherigen Verlauf und der weiteren Untersuchung.
Ein Testergebnis allein beweist oder widerlegt keine Periimplantitis. Die klinische Untersuchung und eine bei Bedarf erforderliche Röntgendiagnostik werden dadurch nicht ersetzt. Welche Schritte sinnvoll sind, besprechen wir anhand Ihres gesamten Befunds.
diadentis ist ImplantSafe Center
Unsere Praxis ist als ImplantSafe Center® der Deutschen Mundgesundheitsstiftung (DMS) qualifiziert. Die Qualifizierung erfolgt im Rahmen der Zusammenarbeit von dentognostics mit der DMS. Sie ergänzt unseren Schwerpunkt auf Prävention und sorgfältiger Implantatnachsorge; sie ist keine Garantie für den dauerhaften Erhalt eines einzelnen Implantats.
Die DMS führt Dr. Stefan Schmid und diadentis in ihrem Praxisverzeichnis. Weitere Informationen zum Programm finden Sie bei dentognostics. Die externen Seiten werden erst beim Anklicken geöffnet.
Untersuchung vor Therapieentscheidung
In der Praxis werden das Implantat, das umgebende Zahnfleisch und der individuelle Verlauf beurteilt. Welche weitere Diagnostik und welche Behandlungsschritte sinnvoll sind, richtet sich nach dem Ausmaß des Befunds und der Gesamtsituation.
Die Therapie kann den Erhalt eines Implantats unterstützen, ist aber keine Erfolgsgarantie. Möglichkeiten, Grenzen und Nachsorge werden vor Beginn besprochen.
Häufige Fragen zu Periimplantitis
Ist eine Rötung am Implantat bereits Periimplantitis?
Nicht zwangsläufig. Eine Entzündung des Weichgewebes ohne nachgewiesenen Knochenverlust kann als periimplantäre Mukositis eingeordnet werden. Die Abgrenzung zur Periimplantitis erfordert eine Untersuchung des Implantats und des umgebenden Gewebes.
Warum sind Kontrollen nach einer Implantation wichtig?
Bei Kontrollen können Veränderungen und schwer zugängliche Beläge erkannt werden. Die empfohlenen Abstände richten sich nach der persönlichen Situation.
Ersetzt ein aMMP-8-Test die Untersuchung am Implantat?
Nein. Der Test ist ein ergänzender Baustein. Für die Einordnung sind der klinische Befund, der Verlauf und gegebenenfalls Röntgenaufnahmen wichtig. Erst im Zusammenhang lässt sich beurteilen, welche weitere Abklärung oder Behandlung sinnvoll ist.
Diese Informationen ersetzen keine persönliche Untersuchung oder individuelle medizinische Beratung.
Fachlich verantwortlich: Dr. Stefan Schmid, Zahnarzt.
