Ratgeber Diagnostik und Planung
Digitale Verfahren können Befunde dokumentieren, räumliche Zusammenhänge sichtbar machen und die gemeinsame Behandlungsplanung unterstützen. Sie ersetzen weder das persönliche Gespräch noch die zahnärztliche Einordnung.
01
Befunde nachvollziehbar dokumentieren
02
Fragestellungen gezielt untersuchen
03
Planung verständlich erklären
Digitale Daten in der Erstuntersuchung
Bei der ausführlichen Erstuntersuchung nutzt Diadentis einen intraoralen HD-Scan und Fotos. Hinzukommen können Röntgendiagnostik, eine Funktionsuntersuchung und eine Kariesmessung mit Laserfluoreszenz. Welche Bestandteile erforderlich sind, richtet sich nach der jeweiligen Fragestellung.
Die Daten werden zusammengeführt, ausgearbeitet und dem Patienten verständlich gezeigt. So lassen sich vorgeschlagene Schritte, ihre Gründe und die voraussichtlichen Kosten gemeinsam besprechen.
Zwei- und dreidimensionale Aufnahmen
Röntgenaufnahmen werden nach zahnmedizinischer Fragestellung eingesetzt. Für ausgewählte Situationen kann eine dreidimensionale Aufnahme zusätzliche räumliche Informationen liefern. Dabei müssen Nutzen und Strahlenexposition für den einzelnen Fall abgewogen werden.
Mehr dazu erfahren Sie unter 3D-Röntgendiagnostik. Bei Implantaten können solche Daten in eine 3D-Implantatplanung einfließen.
Technik unterstützt die Entscheidung
Eine digitale Darstellung kann helfen, Befunde zu veranschaulichen und verschiedene Planungsschritte miteinander zu verbinden. Sie liefert Informationen, trifft aber keine eigenständige Diagnose oder Therapieentscheidung. Die Bewertung bleibt Teil der zahnärztlichen Untersuchung und Beratung.
Was digitale Verfahren nicht versprechen
Der Einsatz digitaler Technik bedeutet nicht automatisch eine schmerzfreie, schnellere, günstigere oder erfolgreiche Behandlung. Aussagekraft und Nutzen hängen vom Verfahren, der Fragestellung und der Qualität der erhobenen Daten ab.
Scan, Fotos und Röntgen: Was zeigt welches Verfahren?
Ein Intraoralscan erfasst sichtbare und zugängliche Oberflächen optisch als digitales Modell. Er kann Zahnformen und ihre räumliche Anordnung dokumentieren. Fotos zeigen sichtbare Merkmale und das Lächeln im Zusammenhang mit Lippen und Gesicht. Röntgenaufnahmen ergänzen bei entsprechender medizinischer Fragestellung Informationen, die sich durch die Betrachtung der Oberfläche nicht gewinnen lassen.
Diese Unterlagen ergänzen einander: Ein dreidimensionaler Oberflächenscan ist keine dreidimensionale Röntgenaufnahme. Auch ein gut erkennbares digitales Modell ersetzt nicht die Untersuchung von Zahnfleisch, Biss und Funktion.
Ein Scan kann nur ausreichend sichtbare und zugängliche Bereiche erfassen. Aufnahmebedingungen und Versorgungsaufgabe beeinflussen die Datenqualität. Ob weitere Aufnahmen oder eine ergänzende Abformung nötig sind, wird deshalb für die geplante Behandlung geprüft. Fachgrundlage: S2k-Leitlinie zum Intraoralscan in der Zahnmedizin (AWMF 083-049, PDF).
Wie diese Informationen zusammengeführt werden, zeigen unsere Seiten zur komplexen Zahnsanierung und zur digital unterstützten ästhetischen Planung.
Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine persönliche Untersuchung oder individuelle medizinische Beratung.
Fachlich verantwortlich: Dr. Stefan Schmid, Zahnarzt.
